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ITB: Meta-Suchmaschinen sind ein heißes Thema
abgelegt im Archiv Web-Reisen von wolfgang am 10.03.07
Jetzt isteht auch der offizielle Bericht von dem ITB-Event "PhoCusWright@ITB Next Generation Meta Search Engines" zur Verfügung. Schöner könnte ich es auch nicht zusammenfassen:

"Travel Technology treibt unser Geschäft, aber nur so gut, wie wir die Richtung vorgeben", sagt Michaela Papenhoff, Managing Director PhoCusWright Europe. Die richtige Richtung zu finden, ist nicht nur ein Erfolgsfaktor für Unternehmen, sondern auch für Online-Verbraucher. Sie bei der Suche in der Online-Welt zu unterstützen, ist deshalb eine Hauptfunktion von Meta Search Engines.

Diese Webseiten übergreifenden Such- maschinen durchsuchen in kürzester Zeit Hunderte von Anbieter-Seiten nach vom Kunden definierten, zum Teil sehr komplexen Kriterien. Als Online-Tools sind sie darauf ausgerichtet, die Suchergebnisse in einem einzigen, integrierten Display am Bildschirm übersichtlich anzuzeigen - und die Interessenten direkt auf die Seiten der favorisierten Anbieter weiterzuleiten. Travel Meta Search Engines sind bestrebt, einen möglichst vollständigen Uberblick über relevante Angebote von Leistungsträgern, Veranstaltern und Reisebüros zu verschaffen, und das mit möglichst aktuellen Tarifen sowie Echtzeit-Verfügbarkeiten.

Schon heute sind sie damit im Online-Reisemarkt sehr erfolgreich. Anders als viele Online-Reisebüros, die in den vergangenen Monaten einen bis zu 20-prozentigen Einbruch ihrer Besucherströme hinnehmen mussten, verzeichnen Travel Meta Search Engines wie kinkaa, kayak, kelkoo, sidestep, skyscanner oder dohop zum Teil massive Zugewinne. Dies verdanken sie, so ihre Unternehmensvertreter, vor allem der Tatsache, dass sie Reisenden mit der reisespezifischen Suchmaschinentechnologie eine größere Auswahl günstigerer Angebote präsentieren, als dies Online-Reisebüros oder klassische Suchmaschinen können.

Damit wollen sie dem Phänomen begegnen, dass fast 69 Prozent aller Online-Reisenden das Gefühl haben, vor dem Buchen auf mehreren Seiten nach guten Angeboten suchen zu müssen - und fast ebenso viele dies auch tatsächlich tun, bevor sie eine Reise buchen. Für sie gälte es, den Suchprozess deutlich zu erleichtern und zu beschleunigen. Außerdem trennten Meta Search Engines nutzbringend den Such- vom Kaufprozess: Weil Kunden direkt auf die Seiten der Leistungsträger verwiesen würden, könnten sie besser von deren Sonderangeboten sowie Online-Buchungs-Boni profitieren.

Ferner entfielen Servicepauschalen oder Buchungsgebühren, die viele Online-Reisebüros erhöben. Das sei nicht nur interessant für die Reisenden, sondern auch für die Anbieter: Sie könnten in der Zusammenarbeit mit Meta Search Engines von besseren Margen und vor allem qualifizierteren Besucherströmen profitieren. Die Konversionsraten des von Travel Meta Search Sites kommenden Traffics lägen heute zwischen 60 und 80 realisierten Buchungen pro 1 00 weitergeleiteten Website-Besuchern. Klassische Suchmaschinen schafften dem gegenüber lediglich Konversionsraten von einem Prozent, verursachten jedoch gleichzeitig hohe Kosten für bezahlte Suchmaschinen-Werbeplätze. Auch Cost-per-Click lägen mit rund drei Euro deutlich über den 50 Cent bis ein Euro der Search Sites.

Die Herausforderung für Meta Search Engines liegen heute in Aufbau und Stabilisierung loyaler Nutzergruppen, um sich in dem auch in ihrem Segment zunehmenden langfristig zu behaupten. Die zentrale Frage, ob Online-Seiten, die nur funktionen anbieten, überhaupt loyale Communities aufbauen könnten, beantworten die Vertreter der Meta Search Engines ganz klar mit ja. Die Schlüssel hierzu lägen Möglichkeit, Personalisierungsfunktionen zu integrieren, die auch weitere Suchprozesse für Stammnutzer wesentlich komfortabler und schneller machen würden. Zugleich die Integration von privaten Inhalten -dem User Generated Content - für mehr und Gruppengefühl sorgen: Blogs, Videos oder Fotos zu Reisen Reiseprodukten seien überall im Internet verfügbar und könnten per Suchfunktion mit aufgerufen werden.

Das Gleiche gälte für Stadtpläne und andere Datenbankinhalte der durchsuchten Anbieterseiten. Sie geschickt aufzubereiten, helfe, sich im Meta Search Engines zu positionieren und den Traffic zu steigern. Fraglich ist, ob Zukunft auch das Gefühl haben werden, mehrere Meta Search Engines durchforsten müssen, um die besten Ergebnisse zu erhalten: Das wäre dann Meta Meta Search. könnte auch gehören, dass die Travel Meta Searcher die Suchergebnisse von oder anderen klassischen Suchmaschinen mit aufrufen. Nach wie vor wollen sie jedoch vor allem über Cost-per-Click und Werbeeinnahmen auf Basis von Page-lmpressions verdienen. Eine Beteiligung an den Margen der tatsächlich erfolgten Buchungen wird zur Zeit nicht favorisiert.



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